Marrakesch – Erkundung einer roten Stadt

Einmal kurz den Finger über die Weltkarte gleiten lassen und sich anschließend für ein Reiseziel entscheiden – ab gehts nach Marrakesch.
Für mich ging es das erstmal Mal nach Marokko und ich habe mir vorerst auch keine Vorstellungen davon gemacht, wie es denn sein könnte – warm und viel l0s auf den Straßen ja, aber mehr auch nicht.

Marrakesch – Mein erster Eindruck

Am Flughafen angekommen war der Weg bis zum Taxi eigentlich recht angenehm, bis man merkte wie die Uhren auf den Straßen ticken.
Jeder Taxifahrer möchte unbedingt einen Fahrgast ergattern, als Gruppe stehen sie um dich rum und versuchen dir den besten Preis anzubieten, es wird gehupt, gerufen und versucht in dem Caos noch eine Ordentlichkeit zu erkennen.

Ich jedenfalls war erstmal etwas überrumpelt von dem Start und war froh, im Shuttle zum Hotel zu sitzen.
Das Caos am Anfang sollte auf den Straßen nicht enden – Regeln wie gefahren werden soll gibt es wohl, doch hält sich niemand daran und so entwickeln die Leute dort ihre eigenen “Regeln” – wozu ich dort wohl am Tag mehr Hupen hören als in Deutschland in einem ganzen Jahr.
Ich war wie die meisten unter uns, egal in welchem Land, erstmal froh im Hotel angekommen zu sein, mich sammeln zu können und mich auf den ersten Tag richtig vorzubereiten.
Während meines Aufenthalts in Marrakesch wollte ich gleich zwei Perspektiven einer Unterkunft erleben und habe mich dazu entschlossen sowohl in einem Hotel als auch in einem Riad zu übernachten.
Meinen Blogpost zum Hotel findet ihr unter Hotel Dellarosa und meinen Blogpost zum Riad unter Riad Malida.

Das Hotel hatte mich herzlichst empfangen und nach einem leckeren Frühstück sammelte ich meine Pläne zusammen und genoss meine Zeit in Marrakesch.

Gaukler und Wahrsagerinnen – Marrakesch

Marrakesch ist die ehemalige Hauptstadt von Marokko und hier gibt es sicherlich einiges zu erleben.
Marrakesch bietet viele Sachen für den Tourismus an und auch habe ich das Gefühl, dass der Tourismus hier ziemlich wichtig ist.
Die Zustände dort sind bei weiten nicht so fortgeschritten wie in anderen Ländern und die Armut umfasst für mich das größte Gebiet dieser Stadt.
Wer es sich leisten kann, lebt entweder hinter hohen Mauern im ruhigen oder etwas außerhalb der Stadt in bestimmten Zonen.
In den Straßen von Marrakesch versucht jeder irgendwie über die Runden zu kommen und mit eigenen Überlegungen Geld zum Überleben zu sammeln.
Das klingt nun vielleicht etwas hart und es ist es als solches auch, doch die Menschen sehen nicht unbedingt unglücklich aus.
Die Menschen sind stolz auf das was sie mit ihren Händen kreieren und zeigen trotz diesen Umständen die für uns ungerne gesehen werden, eine überraschende Höflichkeit gegenüber ihrer Gesellschaft.
Besonders auf dem Marktplatz Djemaa el Fna gleich in der Nähe der Koutoubia-Moschee, der größten Moschee in Marrakesch, gibt es einiges zu bestaunen.

Egal ob 15 Uhr Mittags oder 2 Uhr Nachts, hier kommt es einem so vor als ob die Stadt nie schlafen geht.
Gaukler, Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Musiker und Künstler bringen Stimmung neben den zahlreichen Marktständen auf und sorgen für ein besonderes Feeling.
Eine große Masse an Menschen genießt die Stunden im Trubel dieses Platzes und den kulinarische Spezialitäten welche es weit und breit zu bestaunen gilt.
In der alten Stadt am Marktplatz gibt es viele kleine Gassen in denen sich ebenfalls einige kleine Geschäfte befinden in denen man z.B. traditionelle Lampen, Teppiche, Kleidung oder traditionelles Essen und Lederwaren kaufen kann.

Meinen Trip habe ich zum größten Teil in der neuen sowie alten Stadt verbracht und hier die Straßen und Menschen etwas besser kennengelernt.
Weiter kann ich empfehlen sich Orte wie den Jardin Majorelle Garten, den Bahia oder den El Badi Palast anzuschauen.
Auch einen Ausflug ins Atlas Gebirge, zu den Ouzoud Wasserfällen oder eine Quad Tour kann ich wärmstens ans Herz legen.
Wer lieber etwas mehr in der Sonne relaxen und durchaus auch etwas tiefer in die Taschen greifen möchte, sollte einen Blick auf den Nikki Beach Club werfen – ein blauer Pool mit toller Livemusik und einem Cocktail ist immer eine tolle Kombination.

Viele Orte sind am schnellsten mit einem Taxi zu erreichen – hierbei sollte man gleich zu Anfang einen Festpreis vereinbaren und sich nach der Fahrt nicht überreden lassen doch noch den einen oder anderen Betrag mehr zu zahlen.
Wenn es ums Verhandeln geht, sind die Marokkaner nicht zu halten.

Marrakesch – eine Reise wert?

Wie oben bereits erwähnt hatte ich keine Erwartungen und wollte alles einfach auf mich wirken lassen und mir meine Meinung nach meinem Aufenthalt in dieser Stadt bilden.
Sicherlich sprechen die Bilder noch einige Worte mehr als ich hier niedergeschrieben habe doch komme ich zum Fazit dass es sich durchaus lohnt einen Trip nach Marrakesch zu planen.
Die warme Luft ist trotz hoher Temperaturen recht angenehm und es ist interessant einmal zu sehen wie es anders wo auf dieser Welt zu leben ist.
Wir hier in unseren fortgeschrittenen Ländern machen uns Probleme, wo eigentlich gar keine sind.
Die Kultur muss man einfach mal erlebt haben und ich bin gespannt wie eure Erfahrungen über diese Stadt aussehen werden.
Vielleicht habt ihr ja sogar welche – lasst es uns wissen!

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